Samstag, 14. November 2015

Tag 23 - Auf nach Mittelerde

Heute lassen wir es entspannt angehen und machen uns auf den Weg in Kerstin Heimat….nein Scherz, zu einem ihrer Wunschziele - Das Hobbiton! Südlich von Matamata wurden hier die Szenen für „Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“ gedreht. Weitere Drehorte finden sich überall in Neuseeland, wie wir während unserer Führung mit der sehr engagierten Merissa erfahren. 



Des Weiteren erzählt sie uns die Kniffe und Tricks die angewendet wurden, um Gandalf riesig und Frodo winzig klein wirken zu lassen. Ganz einfach - man baut die Bühnenkulisse mal eben in zweifacher Ausführung, einmal klein und einmal groß. Oder man platziert Frodo zwei Meter hinter Gandalf und das menschliche Auge macht die Täuschung perfekt. Auch einige Requisiten wurden mit großem Aufwand angefertigt, haben es dann letztendlich aber doch nicht in den Film geschafft. Zwischendrin gab Merissa uns genug Zeit, um von allem tausende von Fotos zu machen. Hier seht ihr nur einen kleinen Ausschnitt :) !!!








Mittelerde - die Heimat für viele kleine Hobbits

Und wir waren auch mit dabei...









Nächstes Mal schaffen wir es bis in den Film !!!

Nach der Tour ging es weiter in den „Green Dragon“, ein kleines knuffiges Pub in Hobbiton, dass auch in den besagten Filmen schon vor der Kamera stand.

Hier geht's zum Suff

Hier gab es dann ein selbstgebrautes Sturzbier bevor es zurück zum Bus ging, der uns zu unserem kleinen Camper brachte. Sturzbetrunken gab es auch ein paar Spaßbilder :)



Nach dem Zaubertrank "Gummibären, hüpfen hier und dort und überall....."

Von Matamata fuhren wir weiter nach Roturua, der Zielort für die nächste Expedition. Doch das in der nächsten Folge :P






Dienstag, 10. November 2015

Tag 22 - The Descent 3 - Lost World

Heute war es endlich soweit, wie am Vortag vereinbart meldeten wir uns mittags in der Zentrale der Waitomo Adventures um unser ganz persönliches Abenteuer zu erleben. Nach einer kurzen Wartezeit nahmen uns unsere sympathischen Guides Scott und Nathan in Empfang und als wir uns nach links und rechts umschauten mussten wir feststellen, dass wir die Einzigen waren die diese Tour gebucht hatten - Was für Weicheier :) !!! Natürlich haben wir nichts gegen eine Privattour mit zwei Kletterveteranen einzuwenden - das lockerte die Stimmung schnell auf und machte die Tour viel persönlicher.

Kurz vor dem Abstieg - noch sind wir guter Dinge 

Nachdem  wir gründlich gesichert wurden, klaffte vor uns schon das schwarze Loch auf – wer hätte gedacht, dass 100 Meter wirklich sooo tief sind und tief in uns überdenken wir, ob wir nicht doch lieber zu den Weicheiern gehören wollen ! 

Flucht nach vorne hieß die Devise und eh wir uns versahen, waren wir auch schon mittendrin. Da wir uns nicht an einer Felswand, sondern hängend in der Luft abseilten, dauert es 30 min bis wir wieder sicheren Boden unter unseren Füßen verspürten.



Abstieg und dann der Blick nach oben - jetzt wissen wir was 100 Meter sind

Die Kulissen die diese Höhle bietete war der Wahnsinn. Das Licht hatte kaum eine Chance bis noch unten vorzudringen und ein kleiner Rinnsaal wurde durch die Akustik die in diesen Gemäuern herrschte zum reißenden Wasserfall.



Ganz schön dunkel hier, da kann man ja glatt...




... ein bißchen Quatsch machen :D

Wir kletterten weiter in die Höhle hinein und verabschiedeten uns letzendlich ganz vom Tageslicht – lediglich unsere Helmlampen zeigten uns noch den Weg. Nach ein paar schmalen Felsspalten, baten unsere Guides uns diese auszuschalten, um das zu sehen, was den Glowworm Caves ihren Namen gibt. Wahnsinn - über uns erstreckt sich ein Meer von tausenden blaufluoreszierenden Lichtern - als wenn man in einen Sternenhimmel blickt !!!


Die Höhlenforscher kämpfen sich vor !!!

Belohnung für die Anstrengungen gibt es beim Licht ausmachen- Glowworms !!! 

Nach diesem Ereignis hieß es auf nach oben - zum Glück nicht über das 100 Meter lange Seil, sondern durch steile, enge Höhlengänge bis zu einer horizontalen 30 Meter Leiter, die optisch aus dem 18. Jahrhundert stammte. Aus Sicherheitsgründen durfte sich immer nur eine Person auf der Leiter befinden. Die ersten beiden waren unsere Guides, die uns damit in der Dunkelheit zurück ließen ! 15 lange Minuten später kam das ersehnte Sicherungsseil von oben herab. Als nächstes war Kerstin dran, was für Micha bedeutete noch weitere, lange 10 Minuten ALLEINE in der kalten, feuchten und unheimlichen Dunkelheit zu verharren, bis auch er den Aufstieg angehen konnte !

Wir haben uns etwas von dem Glühwurm-Leuchten mitgenommen ;P

Zurück an der Oberfläche erwartet uns ein herrlicher Sonnenschein als Kontrastprogramm zur Höhle - da lernt man das Sonnenlicht gleich viel mehr zu schätzen! Wir bedanken uns bei den Jungs für die tolle Tour und machen uns auf den Heimweg.



























Montag, 9. November 2015

Tag 21 – Auf nach Waitomo

Nach einer verdienten warmen Dusche und einen ordentlichen Frühstück mit getoasteten Bagels setzen wir unseren Trip nach Waitomo fort. Was uns nach Waitomo verschlägt, sind die tausenden von Glowworm Caves (Cave = Höhle), die sich wie ein Labyrinth unterirdisch durch das Land ziehen. In Waitomo angekommen machen wir uns erstmal schlau, welche Touren von den vielen Anbietern für uns die Beste ist. Wie hatten die Qual der Wahl und entschieden uns schließlich für die Tour „Lost World“, bei der man sich erstmal 100 Meter in die Tiefe abseilen muss, bevor der eigentliche Rundgang in der Höhle beginnt – das klingt spannend – ahhhhh!

Unser Ziel für morgen - die Höhlen von Waitomo inklusive 100 m Abseil-Action - Yeaaah
Wir bekommen für morgen Mittag eine Tour und können so den Rest des Tages Kerstins Hauptziel für Neuseeland verfolgen - einen echten Kiwi ergattern !!! Da es die niedlichen Fellbälle in der freien Natur aufgrund ihrer Unfähigkeit zu fliegen nicht allzu häufig gibt, gehen wir also in den nur 15 Minuten entfernten Otorohanga Kiwi Park.

Den echten holen wir uns noch...

Der Park an sich ist sehr schön angelegt und umfasst neben der Kiwi-Hauptattraktion noch viele andere geschützte Tiere Neuseelands. Diese werden hier nicht wie im Zoo zur Schau gestellt, sondern geschützt aufgezogen oder aufgepeppelt, um sie später wieder in die Natur zu entlassen.



Der Kiwi Park hat nicht nur Kiwis in seiner Obhut
Direkt zu Anfang des Kiwi Hauses gibt es einen schnellen Überblick über das Leben dieses Kuscheltieres. Wir lernen, dass es sowohl braune also auch graue Kiwis gibt, dass sie Eier von 70% ihrer Körpergröße legen, von Natur aus nachtaktive Tiere sind und deshalb in Räumen mit sehr schummrigen Licht untergebracht werden. Fotos darf man leider wegen des Blitzlichtes keine machen, aber wir haben fleißig im Internet gesucht und den Otorohanga Kiwi gefunden! 

Überwiegend braune und seltener graue Kiwis findet man in Neuseeland 

Kiwis legen fast so große Eier wie der Strauß, sind aber wesentlich kleiner

Tadaa, da ist er - der süße Kiwi aus Otorohanga

Dann hieß es Fütterungszeit und wir wurden Zeugen, wie dieser kleine plüschige Ball zum Karate-Kid mutiert und sein Terrain eifrig mit ein paar Lowkicks und Geschrei vor dem Pfleger verteidigt – herrlich !

Der Tag neigt sich zu Ende und bevor wir unseren Camper zur kuscheligen Schlaflounge umbauen, schießen wir noch ein paar Schnappschüsse von der Umgebung und sagen Adios für heute !



Beim Abend-Spaziergang um den Campingplatz finden wie noch einige hübsche Orte



















Tag 20 – Lustig ist das Camperleben

Die erste Nacht in unserem Camper war sehr abenteuerlich, da wir am Abend unserer Fahrt Richtung Norden schließlich auf einem Campingplatz der Kategorie ‚Basic‘ gelandet sind. Das bedeutete für uns Plumps-Klo mit Mücken so groß wie Kerstin, kalte Duschen und keine Powersite, um den Camper mit Strom zu versorgen. Ohne externen Saft funktioniert lediglich der Kühlschrank und das Licht – und zwar nur solange die Autobatterie durchhält. Wasskerkocher, Mikrowelle und Toaster hingegen, geben keinen Mucks von sich. Aber gut, Mann und Frau passt sich an die Gegebenheiten an und nachdem Micha mit dem Gasherd frische Pancakes gezaubert hatte und der erste Kaffee durch die Adern floss, sah die Welt gar nicht mehr so schlimm aus.



Frühstück machen - ohne Strom mal eine echte Herausforderung
Da die Wettervorhersage für heute mäßig ist, werfen wir unseren eigentlichen Plan die Bay of Islands weit oben im Norden zu besuchen über den Haufen und machen uns stattdessen auf den Weg nach Whangarei. Mit seinen urwaldähnlichen Wanderpfaden und den Wasserfällen, ist es ein beliebtes Ausflugsziel. Auch wir lassen unsere Rezeptoren vom satten Grün verwöhnen und genießen einige der Rundgänge. Natürlich darf auch ein Besuch der Wasserfälle nicht fehlen.






Viel Grün und Natur gibt es beim Schlendern durch den Whangarei Nationalpark

Wie wir später feststellen, haben wir bei unserer Tour ungewollterweise auch eine lustige Bilderserie fabriziert.




Beute entdeckt und gefangen - Ein zufälliges Daumenkino
Nach so viel Wandern klopft der kleine Hunger an und wir nehmen Kurs auf das Stadtzentrum, einem kleinen idyllischen Hafenstädtchen. Schnell ist der neuseeländische Italiener unseres Vertrauens ausfindig gemacht und die bestellte Pizza verschlungen.


Im Hafen von Whangarei werden wir Pizza-fündig
Damit die klimatische Umstellung von Tahiti auf Neuseeland nicht ganz so drastisch für uns wird, werden wir nach dem Essen noch mit einem kleinen Regenschauer überrascht.


Schließlich machen wir uns mit dem Camper auf Richtung Süden, da wir morgen gerne den Waitomo Caves einen Besuch abstatten möchten. Auf halber Strecke halten wir in Warkworth, um dort einen Campingplatz für die Nacht ausfindig zu machen. Dank Micha’s guter Recherche kommen wir im Sandsplit Holiday Park unter, der Powersites für den Camper und richtige Waschräume zur Verfügung stellt – Juhu.. So eine warme Dusche ist schon was feines !!!